kanjiKreativ 3.0

Häufig gestellte Fragen

  1. Warum ist die Rede von "Kernbedeutungen" und warum beschränkt sich KanjiKreativ auf diese Bedeutungen?
  2. Vermittelt KanjiKreativ auch alle Aussprache-Varianten und Bedeutungen der Kanji?
  3. Kann man die japanische Schrift auch ohne Japanisch-Unterricht lernen?
  4. Wird KanjiKreativ in Zukunft auch die Aussprachemöglichkeiten und das damit zusammenhängende Vokabular in den Lernprozess mit aufnehmen?

 

(1) Warum ist die Rede von "Kernbedeutungen" und warum beschränkt sich KanjiKreativ auf diese Bedeutungen?

Ein Schriftzeichen kann im Japanischen je nach Verwendungsweise und Kontext unterschiedlich ausgesprochen werden und sich auf unterschiedliche Begriffe mit eigenen lexikalischen Bedeutungen beziehen. Bei der traditionellen Unterrichtsweise werden Kanji jeweils mit allen relevanten Aussprachemöglichkeiten (auch Lesungen oder Lautungen genannt) und den damit verbundenen Bedeutungsmöglichkeiten gelernt. Auf diese Weise wird parallel zum Zeichenlernen zwangläufig ein Vokabelpensum von ca. 20.000 Wörtern durchgearbeitet.

Das ist mit Nachteilen verbunden. So zieht sich diese Lernphase selbst im Intensiv-Unterricht an den Universitäten über mehrere Jahre hinweg. Während dieser Zeit wird beim Lesen von japanischen Sätzen immer wieder die Aufmerksamkeit von dem eigentlichen Lernfokus abgezogen – wo Fragen der japanischen Grammatik oder Ausdruckweise im Vordergrund stehen sollten, tauchen immer wieder unbekannte Kanji auf, deren Zeichenform dann ad hoc zusammen mit der im Kontext richtigen Lesung und Bedeutung erinnert werden müssen. (Im traditionellen Ansatz wird man sogar noch dazu angehalten, bei der Gelegenheit auch gleich die anderen Lesungen und Bedeutungen eines aktuell aufgetretenen Zeichens mitzulernen.) Gleichzeitig wird die Wahrnehmung der strukturellen Zusammenhänge und Unterschiede zwischen den Zeichen durch diese zeitliche Streckung gemindert.

Das Ziel von KanjiKreativ ist es, an dieser Stelle den Lernprozess zu entlasten und in einem Zug vorab die Form aller Kanji zusammen mit einer charakteristischen Kernbedeutung erinnern zu lassen. Auf diese Weise werden strukturell zusammengehörige Kanji weitestgehend in Gruppen gelernt, und im eigentlichen Japanisch-Unterricht gibt es weniger zusätzlich belastende Faktoren, sondern umgekehrt Wiedererkennungseffekte, im Zuge derer die neu zu lernenden Wörter assoziativ an Bekanntes angeknüpft werden können.

Auch wenn also bei KanjiKreativ nicht gleich alle Aussprachemöglichkeiten und Bedeutungen gleich mitgelernt werden, ist dies in lerntechnischer Hinsicht ein Vorteil, da insgesamt gesehen ein lerneffizienterer Weg beschritten wird, der zudem stärker auf positive Lernerlebnisse assotiativer Verknüpfungen aufbaut und die nicht unerheblichen Frustrationserlebnisse reduziert, die sich zwangsläufig aufsummieren, wenn simultan Grammatik, Alphabet und Vokabular in die Köpfe gestopft wird.

(2) Vermittelt KanjiKreativ auch alle Aussprache-Varianten und Bedeutungen der Kanji?

An dieser Stelle ein klares Nein: das Ziel von KanjiKreativ ist es, das Erlernen der Schrift weitestgehend vom übrigen Sprachunterricht abzukoppeln und damit überschaubar und leichter bewältigbar zu machen, in sehr viel kürzerer Zeit. Sind die Kanji erst einmal erinnert, dann geht das Erlernen der Sprache, also der Vokabeln inklusive der kontextabhängigen Aussprache der Zeichen, sehr viel leichter von der Hand.

Mit KanjiKreativ erreichen Sie, um es in einem Vergleich zu sagen, in vergleichsweise kurzer Zeit den Vorteil, den Chinesen oder Koreaner beim Japanisch-Lernen bzw. beim Lesen von japanischen Texten gegenüber anderen haben – auch wenn die Grammatik und das Vokabular nicht oder nur unvollständig bekannt ist, haben Sie bereits eine ungefähre Vorstellung davon, worum es in dem Text gehen könnte, und können bei den Lernvorgängen an Bekanntem anknüpfen.

(3) Kann man die japanische Schrift auch ohne Japanisch-Unterricht lernen?

Bis zu einem gewissen Punkt: ja. KanjiKreativ ist darauf ausgelegt, die große Zahl der Joyo-Kanji in relativ kurzer Zeit zu erinnern und mit einer Kernbedeutung zu verknüpfen. Was das Erkennen und Einordnen von Schriftzeichen angeht, gelangen KanjiKreativ-Lerner sehr schnell an einen Punkt, zu den selbst Hauptfachstudenten in der Regel erst nach Jahren gelangen.

KanjiKreativ ist insofern auch ideal als Vorbereitung zum Japanisch-Studium oder zum Japanisch-Kurs und kann auch ohne spezielle Begleitung von Muttersprachlern oder Japanisch-Lehrern angegangen werden. Auch wer einfach nur mal wissen will, was die Zeichen so bedeuten, ist mit KanjiKreativ an der richtigen Adresse.

Das Erlernen der japanischen Sprache wird von KanjiKreativ allerdings nicht gleich mit abgedeckt, sondern erfordert einen Sprachkurs und idealerweise die Begleitung und Betreuung durch eine Japanisch-Lehrerin (oder Lehrer, natürlich).

Die optimale Kraft entfaltet das Lernkonzept, wenn KanjiKreativ unterrichtsbegleitend eingesetzt wird und im Unterricht selbst mit den Bedeutungsassoziationen von KanjiKreativ gearbeitet wird. Auch der Austausch und die Besprechung der individuellen Merksätze kann sehr befruchtend sein und sogar als gruppendynamisches Moment genutzt werden, um kreative Unterrichtsprozesse anzustoßen.

(4) Wird KanjiKreativ in Zukunft auch die Aussprachemöglichkeiten und das damit zusammenhängende Vokabular in den Lernprozess mit aufnehmen?

Das Erlernen der Lesungen und Bedeutungen ist ein weiterer Schritt, der konzeptionell an das Ende des Lernziels von KanjiKreativ anschließt. An einen späteren Ausbau ist gedacht, allerdings reichen derzeit die finanziellen Mittel noch nicht, um das verwirklichen zu können. Wir hoffen, mit dem Verkauf von KanjiKreativ diesem Schritt etwas näher zu kommen.


 
 

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